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   Historie

 
 

Schon seit Jahrhunderten verwendet man in Zuchtgebieten oder auch privat verschiedene Methoden und Zeichen, um seine Tiere kenntlich zu machen.

Die Identifizierung, also die Kennzeichnung, bedeutet die Visualisierung der Identität einer Person, eines Tieres oder einer Sache. Die Methoden zur Tierkennzeichnung waren früher und sind auch noch heute zum Beispiel:

Brennen (Heiß bzw. Kaltbrand)

Dem Rind oder dem Pferd, aber auch dem Wildfang, der in das Zuchtregister oder in das Eigentum des Besitzers übernommen wurde, hat man am Hals, am Oberschenkel oder auch in der Sattellage sein Zeichen in die Haut eingebrannt.

Für diesen Vorgang haben die Farmer oder Viehhändler eine Herde zu einem zentralen Ort getrieben und dann die Tiere mit einem Heißbrand oder Kaltbrand gekennzeichnet.

Das Brandzeichen ist ein bestimmtes Zeichen, das in Verbindung zur jeweiligen Farm oder zum jeweiligen Zuchtbetrieb steht.

Aus diesem Grund bestanden früher einige Brandzeichen aus Initialen des Besitzers oder aus Fantasiesymbolen, die in einem "Brand Book" mit den genauen Herkunftsdaten eingetragen worden sind.

Zu Anfang favorisierten die Farmer ausschließlich den Heißbrand, also das Brennen mit einem glühenden Eisen.

Heute nutzt man aber auch den Kaltbrand. Dazu taucht man das Eisen in flüssigen Stickstoff und kühlt das Eisen auf bis -196° Grad Celsius herunter. Ist das Eisen weit genug heruntergekühlt, wird wie beim Heißbrand das Eisen auf die Haut aufgesetzt und durch den immensen Temperaturunterschied entsteht ähnlich wie beim Heißbrand eine "Brandstelle", in der die Farbpigmente in den Haarwurzeln zerstört werden.

Tätowierung

Die klassische Art der Kennzeichnung ist die Tätowierung.
Das Tätowieren darf nur von Fachleuten unter einer Vollnarkose durchgeführt werden.

Nach einigen Jahren kann die Tätowierung verblassen. Dadurch kann sie nur schwer oder falsch gelesen werden.

Kerben

Beim Kerben werden dem Tier mit einer speziellen Zange verschiedenartige Zacken ins Ohr gekerbt. Diese Methode ist nicht nur sehr schmerzhaft, sondern auch sehr ungenau. Die Tierhaut verändert sich im Wachstum fortwährend; dieser ständige Wechsel verzerrt oft die eigentliche Form des Zeichens. Die gelesenen Informationen können dadurch oft falsch oder überhaupt nicht gelesen werden.

Bemalung

Dieses Mittel ist besonders in ärmeren Ländern (wie z.B. Mongolei) beliebt. Dabei werden den Tieren die Beine mit Farbe angemalt.
Dieser Vorgang ist sehr zeitaufwendig, da er regelmäßig wiederholt werden muss.


Hals- oder Fußbänder mit und ohne Schiebenummern

Ein Hals- oder Fußband ist für viele Tiere aufgrund von rassespezifischen Körperformen oder besonderem charakterlichen Verhalten störend oder nicht geeignet. Eine aufwendige und korrekte "Datenerfassung" ist beim Einsatz von Hals- oder Fußbändern unerlässlich. Durch die permanente Bewegung der Tiere ist es keine Seltenheit, wenn ein Hals- oder Fußband verloren geht.

Es ist sehr einfach, die Kennzeichnung zu manipulieren.

Metallohrmarke

Die Kennzeichnung von landwirtschaftlichen Tieren mit Hilfe von Metallohrmarken birgt viele Gefahren für das gekennzeichnete Tier. Eine Infektion direkt nach dem Setzen der Ohrmarke kann vorkommen. Die Metallohrmarke ist sehr schlecht lesbar, da oft Dreck und Schmutz die Kennzeichnung bedecken.

Zu den aktuellsten, sichersten und tierfreundlichen Methoden der Tierkennzeichnung zählt die Verwendung von:

  • speziellen Plastikohrmarken
  • elektronische Kennzeichnung
  • für die komplette Rückverfolgbarkeit die DNA-Analyse